
Amaranth verleiht nach altem Glauben übernatürliche Kräfte und ist deshalb als Wunderkorn der Inkas bekannt. Diesem Geheimnis spüren heute Wissenschaftler nach – mit Erfolg, denn neueste Studien belegen, dass die kleinen Körnchen tatsächlich geballte Vitalstoff-Power liefern.
Das Besondere an Amaranth: der ungewöhnlich hohe Lysingehalt. Er macht das Amaranth-Eiweiß sehr wertvoll, hält den Stoffwechsel auf Trab und soll sogar das Altern verzögern. Vor allem Sportlern ist Lysin ein Begriff, da es ein Baustein des Carnitins ist. Das wiederum verbessert den Energiehaushalt, ist unentbehrlich für die Fettverbrennung und erhöht die sportliche Ausdauer und die körpereigene Leistungsfähigkeit. Aber nicht nur Sportler setzen auf den Nährstoff-Kick; Astronauten nehmen das kleine Korn sogar mit ins All!
Sinnvoll ist die Kombination von Amaranth mit Getreide, da sich die wertvollen Eiweißstoffe ideal ergänzen und sogar die biologische Wertigkeit tierischer Produkte übertreffen können. Auch bei den Fettsäuren ist Amaranth auf der sicheren Seite: Der größte Teil besteht aus hochwertiger essentieller Linol- und Linolensäure, die der Körper für optimale Leistungsfähigkeit und Fitness unbedingt braucht. Unverzichtbar für das Wohlbefinden ist außerdem eine ausreichende Mineralstoffzufuhr. Mit Amaranth kein Problem, denn er sichert mit nur 150g den empfohlenen Tagesbedarf an Magnesium und Eisen.
Wer bei Calcium gleich an Milchprodukte denkt, wird überrascht sein: 100g Amaranth liefern fast doppelt soviel von dem wichtigen Mineral wie 100ml Milch.
Amaranth – eine kleine Wanderung durch die Geschicht
Schon vor Jahrhunderten machte sich der Mensch die Vorzüge des Wunderkörnchens zu Nutze. Amaranth galt bei Inkas und Azteken als heilige Pflanze; sie schrieben ihr eine lebensverlängernde Wirkung zu.
Für Hochlandindios, die Laufstrecken von über 40 Kilometern zu bewältigen hatten, war Amaranth eine ideale Kraftquelle. Nahe der Hafenstadt Veracruz in den berühmten Coxcatlan-Höhlen fand man Amaranth unter den Grabbeigaben, die auf 6700 bis 5000 v. Chr. Datiert werden konnten. Charakteristisch für Amaranth ist die meist leuchtend rote Farbe der Blüten; damit ist er auch eine dekorative Zierpflanze. Einige Sorten – es gibt insgesamt über 900 Arten und 60 Gattungen – sind bei uns in den Gärten unter dem Namen „Fuchsschwanz“ anzutreffen. Neben Mais und Bohnen zählte Amaranth zu den Grundnahrungsmitteln der peruanischen Inkas und der mexikanischen Azteken. Er wurde schon sehr früh als Kulturpflanze angebaut und wie bei jeder Zucht war auch hier eine Ertragssteigerung das Ziel. Diese wurde nicht, wie bei unseren Getreidearten, durch eine Vergrößerung des Korns und damit des Mehlkörpers erreicht, sondern durch eine Erhöhung der Körnchenzahl pro Pflanze. Dadurch ergab sich ein entscheidender Vorteil, von dem wir heute noch profitieren: Effektiv erhält man mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen, die am Rand des Korns und besonders im Keimling sitzen.
Amaranth und seine Inhaltsstoffe
Gehalt
|
je 100g |
Eiweiß in g |
Eiweiß davon Lysin |
Ballaststoffe in g |
Mineralstoff Calcium |
Mineralstoff Magnesium |
Mineralstoff Eisen |
|
Amaranth |
15,8 |
0,85 |
14,3 |
214 |
308 |
9,0 |
|
Weizen |
11,7 |
0,38 |
13,3 |
33 |
97 |
3,2 |
|
Mais |
9,2 |
0,29 |
9,7 |
8,3 |
91 |
1,5 |
|
Reis |
7,8 |
0,30 |
2,2 |
16 |
119 |
3,2 |
|
Hafer |
12,5 |
0,55 |
9,7 |
80 |
129 |
5,8 |
Wussten Sie, dass . . .
. . . die Blätter der Amaranthpflanze auch wie Spinat zubereitet und gegessen werden können?
. . . in einer Amaranthblütendolde bis zu 10.000 Amaranthkörnchen heranreifen? . . . die früheren Leistungssportler der Hochlandindianer in Peru mit Hilfe des Kraftkorns Amaranth Laufstrecken von über 40 km pro Tag im Gebirge durchhielten? . . . die Indianer Perus und Mexikos daran glaubten, dass Amaranth das Altern verzögert? . . . Amaranth aufgrund seines hohen Lysingehalts zur Unterstützung bei der Genesung beiträgt?
Entnommen aus der Informations-Broschüre von Allos – Amaranth, das Wunderkorn der Inkas