Laut Pressemitteilung vom 15. Januar 2009 entschied das Umweltministerium in Schweden, den Gebrauch von Quecksilber generell zu verbieten. Das Verbot bedeutet, dass der Gebrauch von Amalgam in Zahnfüllungen eingestellt wird und dass quecksilberhaltige Produkte nicht mehr in Schweden vermarktet werden dürfen. Andreas Carlgren, der schwedische Umweltminister, sagte: „Das Verbot ist ein starkes Signal für andere Länder und der Beitrag Schwedens zu den Zielen von EU und UN, Gebrauch und Emission von Quecksilber zu reduzieren.“ Die neuen Regelungen traten am 1. Juni 2009 in Kraft.[17]
Im Februar 2009 einigten sich die Umweltminister der Vereinten Nationen bei ihrem Treffen in Nairobi darauf, ab spätestens 2013 weltweit kein Quecksilber mehr zu verwenden, da es ein tödliches Gift ist.[18] Der Beschluss soll in eine Verordnung umgesetzt werden, die 2011 in Nairobi beim Treffen des UNEP-Verwaltungsrates (UN-Umweltprogramm) beschlossen werden soll. Entscheidend war, dass die USA ihre bisherige Blockade eines Quecksilberverbotes aufgegeben hatten.
In der EU sind die Zahnärzte die zweitgrößten Anwender von Quecksilberamalgam, sie verarbeiten jährlich in Europa 70 bis 90 Tonnen Quecksilber. Die Europäer haben insgesamt nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 2000 Tonnen Quecksilber im Mund. Alleine die Deutschen haben rund 200 bis 300 Millionen Amalgamfüllungen. Mit dem Quecksilberverbot ergäbe sich automatisch auch ein Aus für die quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen.
Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Amalgamf%C3%BCllung
Während der Umweltrat ab Oktober 2011 das Inverkehrbringen von Quecksilber verbieten
will, dringt der Umweltausschuss auf ein Verbot bereits zum Ende 2010. Einigung mit den
Vorschlägen des Rates wurde erzielt hinsichtlich der Lagerung von quecksilberhaltigem
Abfall. Im Mai wird das Plenum entscheiden, ob es dem Votum seines Ausschusses folgt
oder nicht. Weitere Informationen:
http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/064-24796-085-03-13-911-
20080325IPR24795-25-03-2008-2008-false/default_en.htm.
Quelle http://www.rhein-neckar.ihk24.de/produktmarken/innovation/umweltberatung/eco_post/eco_post_archiv/ECO_Post_2_2008.pdf
http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/weltweites_quecksilberverbot_soll_kommen_1.2047735.html